Sukkulenten umtopfen

Sukkulenten umtopfen – Ganz einfach in wenigen Schritten

Verena
Letzte Aktualisierung:

Kakteen und Sukkulenten umtopfen – Wie geht das und was muss ich beachten?

Bevor du Sukkulenten umtopfst, solltest du überprüfen, ob sie gesund sind und keine Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten aufweisen.

Verwende am besten spezielle Sukkulentenerde oder mineralisches Substrat ganz ohne organische Anteile. Das hat diverse Vorteile, ist aber etwas ungewohnt beim Gießen.

Warum Sukkulenten umtopfen?

Das Umtopfen dient hauptsächlich der Pflege von Sukkulenten.

Es fördert das Wachstum und trägt zur Pflanzengesundheit bei.

Wenn die Pflanze zu groß für ihren aktuellen Topf wird oder die Erde im Topf verdichtet ist, kann sie nicht mehr ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Das schadet möglicherweise den Wurzeln.

Nach einiger Zeit lagern sich außerdem in der Erde unerwünschte Stoffe ab (Düngereste, Kalkablagerungen, etc.), was viele Pflanzen nicht vertragen.

Durch das Umtopfen in frische Erde oder mineralisches Substrat erhält die Sukkulente neue Nährstoffe und Platz für ihr Wachstum.

Das ist vielleicht interessant: Sukkulenten Pflege

Wann Sukkulenten umtopfen?

Der beste Zeitpunkt bzw. die optimale Jahreszeit, um Sukkulenten umzutopfen, ist im Frühjahr oder Frühsommer, wenn die Pflanzen aktiv wachsen.

Dann können sie sich schnell in ihrem neuen Topf etablieren.

Generell sollte man Sukkulenten alle paar Jahre umtopfen (2 bis 3), abhängig von ihrer Größe und dem Zustand der Erde im aktuellen Topf.

Sukkulenten umtopfen in Erde oder mineralisches Substrat?

Sukkulenten umtopfen in Erde oder mineralisches Substrat?

Beim Umtopfen von Sukkulenten hast du die Wahl zwischen herkömmlicher Erde und mineralischem Substrat.

Beide Optionen haben Vor- und Nachteile.

Die Verwendung von mineralischem Substrat ermöglicht eine bessere Drainage und verhindert Staunässe, was für Sukkulenten vorteilhaft ist. Auch Trauermücken gibt es eher selten bis gar nicht.

Andererseits bietet Erde Nährstoffe, die für das Wachstum der Pflanzen wichtig sind. Es ist ratsam, das Substrat den Bedürfnissen der jeweiligen Sukkulente anzupassen und gegebenenfalls mit Sand oder Kies zu vermischen.

Doch was für eine Erde nimmt man für Sukkulenten?

Das ist eine gute Frage. Ich würde immer eine spezielle Sukkulenten-Erde aus dem Fachhandel verwenden, dazu gleich mehr. Alternativ kannst du Sukkulenten Erde selber mischen.

Mineralisches Substrat enthält keine organischen Bestandteile wie Torf oder Kompost. Es besteht stattdessen aus mineralischen Materialien wie Bims, Lavagrus, oder Perlite.

Diese Materialien sind porös und sorgen für eine gute Luftzirkulation und Drainage, was für Sukkulenten besonders wichtig ist, da sie Staunässe nicht vertragen.

Übrigens, man kann sogar Sukkulenten ohne Erde kultivieren, z. B. auf Holz oder im Glas mit mineralischem Untergrund. Die Pflänzchen halten einfach einiges aus.

Welche Erde für Sukkulenten?

Bei der Wahl der Erde für Sukkulenten ist es wichtig, eine gut drainierende Mischung zu verwenden, die eine optimale Luftzirkulation und Wasserableitung ermöglicht.

Spezielle Sukkulentenerde aus dem Handel ist gut geeignet. Die Nährstoffe sind an den Bedarf der Sukkulenten angepasst. Du kannst aber auch eine Mischung aus gewöhnlicher Blumenerde, Sand und Kies selbst herstellen.

Bei fertiger Sukkulentenerde sind neben organischen Bestandteilen in geringerer Menge auch oft Sand, Kies, Bims, Lava, Perlite und eventuell Torf enthalten.

Viele spezielle Sukkulentensubstrate werden ohne Torf hergestellt.

Der Einsatz von Torf in Blumenerde und Substraten ist in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten, da der Abbau von Torf aus Moorgebieten zu Umweltschäden führen kann. Moorgebiete sind wichtige Ökosysteme und Kohlenstoffspeicher, deren Abbau die Freisetzung von klimaschädlichen Treibhausgasen fördern kann.

Darüber hinaus ist Torf in der Sukkulentenerde nicht unbedingt erforderlich, da Sukkulenten eine gut durchlässige und schnell trocknende Erde benötigen, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.

Anstelle von Torf können andere organische und mineralische Bestandteile verwendet werden, die ihren Ansprüchen an Belüftung und Drainage gerecht wird. Es gibt eine Vielzahl von Alternativen wie Kokosfaser, Kompost, Kies, Bimsstein, Perlite und mehr.

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Sukkulenten umtopfen in Seramis

Seramis ist ein beliebtes Pflanz-Granulat, welches für das Umtopfen von Sukkulenten verwendet werden kann.

Es gibt ein spezielles Produkt für Kakteen und Sukkulenten. Dieses ist exakt auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmt.

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Es ist schön locker und sorgt für eine gute Drainage, was Staunässe vorbeugt.

Beim Umtopfen in Seramis ist darauf zu achten, dass die Pflanze gut an das neue Substrat gewöhnt wird, indem man sie zunächst nicht zu stark gießt und allmählich die Wassermenge erhöht.

So vermeidet man, dass die Wurzeln der Sukkulente zu stark austrocknen und Schaden nehmen.

Sukkulenten umpflanzen – Das brauchst du

Um deine Sukkulenten erfolgreich umzutopfen, benötigst du:

  1. Passende Erde oder ein geeignetes mineralisches Substrat.
  2. Eine Unterlage wie eine Umtopfmatte oder Zeitung, um das Arbeitsumfeld sauber zu halten.
  3. Desinfiziertes Werkzeug, um das Risiko von Krankheiten und Schädlingen zu minimieren.
  4. Einen Innentopf mit Drainagelöchern.
  5. Einen passenden Außentopf (etwas größer als der Innentopf)
  6. Wer mag: Gartenhandschuhe

Der neue Topf sollte etwas größer sein als der alte, um Platz für das Wachstum der Pflanze zu bieten.

Viele Sukkulenten wurzeln eher flach. Das Gefäß darf also gerne in die Breite gehen und muss nicht sonderlich tief sein.

Achte darauf, dass der Topf auch über ausreichende Drainagelöcher verfügt, um überschüssiges Wasser abfließen zu lassen. Das ist bei Sukkulenten besonders wichtig. (mehr dazu: Sukkulenten Topf)

Und schon kann es losgehen:

Sukkulenten umtopfen Schritt für Schritt

Sukkulenten umtopfen Schritt für Schritt
  1. Wähle den richtigen Zeitpunkt für das Umtopfen. Idealerweise solltest du Sukkulenten im Frühjahr umtopfen, wenn das Wachstum wieder beginnt.
  2. Entferne die Sukkulente vorsichtig aus ihrem alten Topf, indem du den Topf leicht kippst und sanft an der Basis der Pflanze ziehst. Achte darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Das kann etwas aufwändiger sein, vor allem wenn die Wurzeln schon durch die Abflusslöcher hinauswachsen. In hartnäckigen Fällen musst du den alten Innentopf vorsichtig aufschneiden.
  3. Schüttle überschüssige Erde von den Wurzeln ab und entferne abgestorbene oder verrottete Wurzelteile.
  4. Fülle den neuen Topf etwa zu einem Drittel mit der speziellen Sukkulentenerde oder dem mineralischen Substrat.
  5. Setze die Sukkulente in den neuen Topf und fülle den Rest mit Erde auf. Achte darauf, dass die Wurzeln gut umgeben sind, aber nicht zu tief liegen.
  6. Drücke die Erde leicht an, aber nicht zu fest, um die Pflanze zu stabilisieren.
  7. Lass die umgetopfte Sukkulente einige Tage an einem schattigen Ort stehen, bevor du sie an ihren endgültigen Standort stellst. Ein schattiges Plätzchen reduziert die Verdunstung und gibt den Wurzeln die Möglichkeit, sich zu regenerieren und neue Feinwurzeln zu bilden. Nach einigen Tagen oder Wochen, wenn sich die Pflanzen erholt haben, können sie allmählich wieder an ihren normalen sonnigen Standort zurückgebracht werden.

Beim Umtopfen ist es wichtig, vorsichtig mit den Wurzeln umzugehen, da sie empfindlich sind. Achte darauf, dass die Pflanze in ihrem neuen Topf ausreichend Platz hat, um weiterzuwachsen, und platziere sie an einem passenden Standort, der ihren Lichtbedürfnissen entspricht. Mit der richtigen Pflege wird deine Sukkulente nach dem Umtopfen gesund und glücklich gedeihen.

Dornige Kakteen umtopfen – So geht’s

Kaktus umtopfen

Beim Umtopfen eines dornigen Kaktus ist besondere Vorsicht geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Die spitzen Stachel pieken ganz schön gemein und lassen sich manchmal nur schwer wieder entfernen.

Doch wie gehen ich beim Umtopfen vor?

Verwende am besten dicke Handschuhe und langes Werkzeug. Wähle einen größeren Topf mit guter Drainage, fülle ihn mit spezieller Kakteenerde oder einem mineralischen Substrat. Entferne den Kaktus vorsichtig aus seinem alten Topf, achte dabei auf die empfindlichen Dornen.

Setze den Kaktus in den neuen Topf, fülle die Erde auf und drücke sie leicht an.

Du kannst ebenfalls Kakteen in Seramis eintopfen. Das Granulat eignet sich wunderbar, auch für die dornigen Vertreter.

Beim Umtopfen in Seramis sollte man darauf achten, dass das Substrat gut eingefüllt und festgedrückt wird, um die Wurzeln der Kakteen optimal zu stützen. Zudem sollte man die Bewässerung entsprechend anpassen, da Seramis weniger Wasser speichert als herkömmliche Erde. Ein Gießanzeiger ist deshalb sinnvoll.

Lass die Pflanze danach für einige Tage an einem schattigen Standort ruhen, bevor du sie wieder an ihren gewohnten Platz stellst.

Eine hängende Sukkulente umtopfen

Beim Umtopfen einer hängenden Sukkulente gehst du grundsätzlich genauso vor wie bei anderen Pflanzen.

Auch hier solltest du spezielle Sukkulenten-Erde wählen.

Achte darauf, dass die hängenden Triebe nicht beschädigt werden.

Wie kann ich Sukkulenten Ableger umtopfen?

Sukkulenten Ableger können umgetopft werden, sobald sie ausreichend Wurzeln entwickelt haben, normalerweise nach einigen Wochen.

Wähle einen passenden Topf mit guter Drainage (nicht zu groß) und fülle ihn mit spezieller Sukkulentenerde oder einem mineralischen Substrat. Entferne den Ableger vorsichtig aus seinem alten Topf und setze ihn in den neuen Topf. Fülle die Erde auf und drücke sie leicht an.

Achte darauf, den jungen Ableger nicht zu überwässern und gib ihm Zeit, sich an den neuen Topf zu gewöhnen.

Sukkulenten umtopfen – Häufige Fragen

Mehrere Sukkulenten in einem Topf – Geht das?

Ja, man kann mehrere Sukkulenten in einem Topf zusammen pflanzen, wenn man darauf achtet, dass sie ähnliche Pflegebedürfnisse und ausreichend Platz haben.

Sukkulenten nach Kauf umtopfen – Muss das sein?

Es ist ratsam, neu gekaufte Sukkulenten nach dem Kauf umzutopfen, um sie in frische Spezial-Erde zu setzen und eventuell vorhandene Schädlinge zu entfernen. Oft ist der alte Topf viel zu klein. Am besten eignet sich das Frühjahr.

Kann man Sukkulenten in normale Erde pflanzen?

Es ist empfehlenswert, Sukkulenten in eine spezielle Sukkulentenerde oder mineralisches Substrat umzutopfen, das eine bessere Drainage bietet. Normale Blumenerde enthält oft einen zu hohen Anteil an Nährstoffen und Düngemitteln, die für Sukkulenten ungeeignet sind. Sukkulenten benötigen eine leichtere und gut durchlässige Erde mit weniger Nährstoffen.

Muss man Sukkulenten nach dem Umtopfen gießen?

Nach dem Umtopfen sollten Sukkulenten nicht sofort gegossen werden, sondern man sollte einige Tage warten, um den Stress für die Pflanzen zu reduzieren.

Seramis für Kakteen – Geht das?

Ja, Seramis eignet sich gut für Kakteen, da es eine gute Drainage bietet und das Risiko von Staunässe reduziert.

Sukkulente schimmelt – Muss ich umtopfen?

Wenn eine Sukkulente schimmelt, sollte man sie umtopfen und dabei verfaulte Wurzeln und betroffene Teile entfernen.

Echeveria umtopfen – Wie geht das?

Echeveria können durch vorsichtiges Ausgraben und Umpflanzen in frische Erde umgetopft werden. Dabei ist darauf zu achten, die Wurzeln nicht zu beschädigen und die Pflanze gut einzupflanzen.

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Verena
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