Rasenschnitt kompostieren mit dem Rasenkomposter

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Mit einem Rasenkomposter kannst du ganz einfach deinen Rasenschnitt kompostieren und sinnvoll verwerten. Nach einiger Zeit erhält man Komposterde, ein toller Bodenverbesserer und natürlicher Dünger.

Der Rasenkomposter eignet sich auch für andere Garten- und Küchenabfälle. Bei der Kompostierung gibt es jedoch einiges zu beachten.

Der Rasenkomposter – kurz und knapp

  • Wenn du deinen Rasenschnitt kompostieren möchtest, kannst du einen offenen oder geschlossenen Komposter verwenden. Gut geeignet sind Modelle mit mindestens zwei Kammern. Mit dem Thermokomposter geht’s dafür vielleicht etwas schneller.
  • Achte beim Komposter darauf, dass eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist, damit der Rasen optimal verrottet.
  • Bedenke dass das Fassungsvermögen beim Rasenkomposter ausreichend groß sein sollte, vor allem wenn du einen großen Garten hast.
  • Der Rasenschnitt sollte vor dem Kompostieren etwas antrocknen und mit groben Ästen sowie Zweigen gemischt werden. Dauert die Kompostierung zu lange, kannst du mit einem Kompostbeschleuniger etwas nachhelfen.
  • Alternativ kannst du den Rasenschnitt einfach liegen lassen, als Mulchmaterial verwenden oder Rasen Bokashi selber machen.

Rasenschnitt kompostieren – Diese Fehler solltest du vermeiden

Wenn du deinen frischen Rasenschnitt kompostieren möchtest, solltest du einiges beachten. Im schlechtesten Fall fängt der Kompost an übel zu riechen und zu faulen.

Rasenschnitt ist zu feucht

Einer der häufigsten Fehler: Der Rasenschnitt wird direkt nach dem Mähen ganz frisch kompostiert, dann ist der Rasen meist noch feucht. Gerade wenn man morgens mäht, kann der Rasen vom Tau noch nass sein.

Sehr feuchte Abfälle können schnell schimmeln und nach einiger Zeit übel riechen. Außerdem entstehen sehr hohe Temperaturen, es besteht sogar Brandgefahr.

Am besten bildest du nach dem Mähen kleine Haufen und lässt diese noch einige Stunden in der Sonne antrocknen.

Trocknet der Rasen vollständig aus, musst du später wieder nachwässern.

Zu viel Rasenschnitt im Kompost

Das richtige Mischungsverhältnis der verschiedenen Abfälle ist beim Kompost sehr wichtig. Bitte deshalb niemals größere Mengen Rasenschnitt auf einmal kompostieren.

Zum einen kann sich das negativ auf das Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff auswirken, da Rasenschnitt sehr stickstoffhaltig ist. Mehr dazu kannst du in meinem Artikel “Komposter anlegen” nachlesen.

Außerdem sorgt die Abwechslung der verschiedenen Materialien für eine bessere Belüftung und damit zu einer sauberen Kompostierung ohne unangenehme Gerüche.

Als grobe Hausnummer würde ich eine Schicht von maximal 10 cm ansetzen. Noch besser ist das Mischen mit anderen Abfällen.

Kompost wird zu wenig durchmischt

Die regelmäßige Sauerstoffzufuhr ist wichtig, damit Abfälle richtig kompostieren, nicht faulen und nicht stinken. Insbesondere beim offenen Komposter z.B. Holz- oder Metallkomposter, müssen die Materialien regelmäßig gemischt werden.

Viele Hersteller von geschlossenen Thermokompostern werben damit, dass ein Umsetzen nicht notwendig ist. Achte hier trotzdem beim Rasenschnitt auf das richtige Mischungsverhältnis mit anderen Abfällen.

Die Komposttemperatur wird nicht beachtet

Das Hinzufügen von frischem Grünschnitt kann beim Komposthaufen dazu führen, dass die Temperatur steigt, sogar eine Selbstentzündung ist möglich.

Andererseits darf die Temperatur während der Heißrotte auch nicht zu gering sein, damit unerwünschte Keime sicher abgetötet werden.

Das Kompostthermometer kann helfen, die Temperatur regelmäßig zu überwachen. Dann weißt du auch immer genau, in welcher Phase der Kompostierung sich deine Abfälle gerade befinden.

Samen und Blüten im Rasenschnitt

Grundsätzlich hast du nichts zu befürchten, da unerwünschte Blüten bzw. Samen von Unkräutern während der Heißrotte durch die hohen Temperaturen abgetötet werden sollten.

Werden die hohen Temperaturen beim Kompost jedoch nicht erreicht, überleben die Samen unter Umständen den Prozess. So wird das Unkraut später, beim Einsatz der fertigen Komposterde, ggf. im gesamten Garten verteilt. Geraden im privaten Bereich ist das oft der Fall.

Regelmäßiges Mähen kann helfen.

Rasenschnitt kompostieren Schritt für Schritt

  1. Antrocknen lassen: Nach dem Mähen solltest du aus dem Rasenschnitt kleine Haufen bilden und diese einige Stunden, bei durchwachsenem Wetter sogar einige Tage, antrocknen lassen. Das Zerkleinern ist in der Regel nicht notwendig. Durch das Mähen ist der Rasenschnitt sowieso schon eher “dicht”.
  2. Rasenschnitt mischen: Mische nun den Rasen in geringen Mengen mit grobem Strukturmaterial. Das ist immer gut für die Belüftung. Geeignet sind Äste, Zweige und grober Strauchschnitt. Unter Umständen sollte das Material vorher etwas zerkleinert werden. Das Ganze dann einfach in einen geeigneten Rasenkomposter füllen.
  3. Rasenschnitt kompostieren mit Kalk: Falls doch etwas mehr Rasenschnitt kompostiert werden muss, kann die Zugabe von Kalk eventuell dabei helfen, den Rotteprozess zu unterstützen.
  4. Je nach Komposter muss der Kompost regelmäßig umgeschichtet werden. Das ist insbesondere bei offenen Modellen, z.B. Holz- oder Metallkomposter der Fall.
  5. Kompost auf Rasen ausbringen: Ist der Kompost fertig gereift, kann er als Dünger auf dem Rasen ausgebracht werden. Dazu den Kompost aus dem Rasenkomposter entnehmen, in einer dünnen Schicht auf den Rasen streuen und gut wässern.

Gibt es spezielle Rasenkomposter?

Einen Komposter der ausschließlich für die Kompostierung von Rasen konstruiert wurde gibt es – soweit mit bekannt – nicht.

Einige Modelle eignen sich aber für Grünschnitt vielleicht etwas besser als andere. Grundsätzlich kannst du mit fast allen Kompostern auch Rasenschnitt kompostieren, vielleicht nicht immer in größeren Mengen.

Holzkomposter mit Rasenschnitt
Ein großer Holzkomposter ist optimal, wenn du viel Rasenschnitt kompostieren möchtest.

Folgende Komposter finde ich für Rasenschnitt optimal:

Einige Kompost-Experten schwören auf geschlossene Thermokomposter für Rasenschnitt. Ich vermute, das hängt mit den höheren Temperaturen zusammen. Dadurch verrotten die Abfälle in der Regel etwas schneller.

Aber auch ein offener Komposter sollte bei richtiger Pflege seinen Zweck erfüllen. Der Vorteil hier ist das große Fassungsvermögen. Thermokomposter sind meist etwas kleiner.

Worauf sollte ich bei einem Rasenkomposter achten?

Grundsätzlich sind die Kriterien ähnlich wie bei anderen Kompostern zur Verrottung von Küchen- und Gartenabfällen auch.

Viele Infos dazu findest du in meinem umfangreichen Komposter Test.

Ich würde auf jeden Fall auf eine gute Belüftung achten, egal ob du einen Komposter aus Holz, Metall oder Kunststoff wählst. Die Sauerstoffzufuhr ist das A und O für eine gute Kompostierung.

Wenn die Rasenfläche im Garten doch etwas größer ausfällt, sollte natürlich auch der Komposter ordentlich Fassungsvermögen bieten. Große Holz- oder Metallkomposter eignen sich perfekt, vor allem wenn zusätzlich noch andere Garten- und Küchenabfälle kompostiert werden.

Auch für die Kompostierung von Rasenschnitt finde ich ein Bodengitter wichtig. Denn falls doch mal Küchenabfälle darin landen, fühlen sich Ratten und Mäuse schnell wohl. Alternativ kannst du einen offenen Komposter mit Hasendraht auf dem Boden nachrüsten.

Ganz nett, gerade bei der Kompostierung von Rasen, finde ich ein 2-Kammer-Komposter. Hier hat man eine gute Möglichkeit, den Kompost umzuschichten, zu mischen und zu belüften.

Viele Hersteller geben an, ob sich der Komposter auch für Rasenschnitt eignet.

Rasenkomposter im Vergleich – Das sind meine Lieblingsmodelle

Wenn du einen Komposter speziell für Rasenschnitt suchst, hast du die Qual der Wahl. Alle Modelle haben Vor- und Nachteile. Du solltest bedenken, wo der Komposter platziert werden soll und wie viel Rasenschnitt tatsächlich anfällt.

Metallkomposter mit 2 Kammern

Den Laub & Rasenschnitt Komposter von Sia finde ich für diesen Zweck optimal. Das Fassungsvermögen von maximal 2.400 Litern ist auch für größere Gärten mit viel Rasenfläche ausreichend.

Das Metall ist feuerverzinkt und es gibt eine 5-Jahres-Garantie gegen Rost. Laut einiger Nutzer ist das Modell ganz einfach aufgebaut.

Sia Laub & Rasenschnitt Komposter

Metallkomposter mit 2 Kammern oder als Heptagon nutzbar für Rasenschnitt und andere organische Abfälle

Vorteile

  • großes Fassungsvermögen für viel Rasenschnitt
  • beliebig als 2-Kammer-Komposter oder Heptagon nutzbar
  • aus Metall mit Garantie gegen Rost
  • einfache Montage

Nachteile

  • Nur Eckverbinder aus Kunststoff im Lieferumfang
Meine Bewertung
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Großer Metallkomposter aus Streckmetall

Der Brista Metallkomposter gehört zu meinen Favoriten, nicht nur für Rasenschnitt. Das Material macht einen guten, robusten Eindruck.

Auch Nagetiere hat man eher nicht zu befürchten, aufgrund des feinmaschigen Gitters. Der Aufbau soll sehr einfach sein. Die vier Einzelteile werden zusammengesteckt und schon kanns losgehen. Wer mehr Kammern braucht, kann einfach ein zweites Modell daneben stellen.

Leider gehören weder Deckel noch Boden zum Lieferumfang. Ein Deckel kann aber separat dazu gekauft werden.

Brista Metallkomposter

Komposter aus Metall mit großem Fassungsvermögen für Rasenschnitt, Garten- und Küchenabfälle

Vorteile

  • großes Fassungsvermögen auch für Rasenschnitt
  • soll nicht rosten, feuerverzinktes Metall
  • feinmaschiges Gitter
  • einfach zu montieren

Nachteile

  • Zubehör nicht im Lieferumfang
Meine Bewertung
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Holzkomposter für Rasenschnitt und vieles mehr

Dieser Komposter besteht laut Hersteller aus Lärchenholz und verfügt über eine praktische, klappbare Abdeckung. Diese kann beidseitig geöffnet werden.

Auch das Entleeren soll kein Problem sein durch die abnehmbaren Seitenteile. Der Komposter wurde außerdem aus FSC-zertifizierten Lärchenholz in Europa gefertigt.

Das Produkt ist grundsätzlich sehr gut für die Kompostierug von Grünschnitt geeignet. Die breiten Schlitze sorgen für ausreichend Belüftung. Bei sehr großen Gärten kann der Komposter aber an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Das Fassungsvermögen von maximal 480 Litern eignet sich eher für kleine bis mittelgroße Rasenflächen, je nachdem was sonst noch so kompostiert wird.

Komposter aus Lärchenholz

Holzkomposter mit klappbarem Deckel und breiten Lüftungsschlitzen für kleine bis mittelgroße Gärten

Vorteile

  • qualitativ hochwertiges Holz
  • vormontierter Deckel sowie Seitenteile für einfache Montage
  • Deckel bietet Wind- und Regenschutz
  • konstruktionsbedingt gute Belüftung

Nachteile

  • nicht der preisgünstigste Komposter
Meine Bewertung
139,95 €
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Thermokomposter für schnelle Verrottung

Viele Kompost Experten empfehlen einen Thermo- oder Schnellkomposter für die Kompostierung von Rasen.

Die isolierenden Eigenschaften des Kunststoffs halten die Wärme gut im Inneren und es können höhere Temperaturen erreicht werden wie bei der offenen Kompostierung. Das beschleunigt den Prozess.

Dieser Komposter punktet beim Thema Nachhaltigkeit. Das Produkt stammt aus Österreich und wurde aus recyceltem Kunststoff gefertigt. Viele Nutzer loben die hochwertige Qualität und den einfachen Aufbau.

Trotz des Fassungsvermögens von “nur” 450 Litern, eignet sich das Modell als Rasenkomposter. Laut Hersteller sorgt das ausgeklügelte Belüftungssystem auch bei dichtem Rasenschnitt für eine gute Sauerstoffzufuhr.

Thermokomposter für Küchen- und Gartenabfälle

Thermokomposter mit guter Belüftung für Küchenabfälle und dichten Rasenschnitt

Vorteile

  • dickwandiger Kunststoff für schnelle Verrottung
  • einfache Montage
  • mit Belüftungssystem
  • mit Deckel einschließlich Windsicherung

Nachteile

  • im Vergleich zu Metall hoher Anschaffungspreis
Meine Bewertung
144,73 €
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Wie kann ich Rasenschnitt beim Kompostieren beschleunigen?

Ein Patent-Rezept für extra schnellen Rasenkompost gibt es soweit ich weiß nicht. Mit dem ein oder anderen Trick lässt sich aber der Prozess bestimmt beschleunigen. Am besten einfach mal ausprobieren und beobachten:

  • Kompostbeschleuniger: Du kannst versuchen, deinen Kompost mit einem sogenannten Kompostbeschleuniger in Gang zu bringen. Es handelt sich um eine spezielle Nährstoffmischung, welche die Bedingungen für die notwendigen Mikroorganismen verbessern kann und so den Prozess vorantreibt. Das kann auch bei Rasenschnitt helfen.
  • Bewässerung: Ist der Kompost, insbesondere Rasenschnitt, zu trocken, passiert nur noch wenig. Versuche immer den Rasen ein wenig feucht zu halten, aber bitte nicht zu nass. Sonst faulen die Abfälle gerne. Alternativ kannst du auch frischen Rasenschnitt, der noch nicht vollständig durchgetrocknet ist, zum Kompost dazu geben. Das kann die Temperatur erhöhen und die Heißrotte fördern.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es, Rasenschnitt zu entsorgen?

Wenn du einen großen Garten hast und regelmäßig viel Rasenschnitt anfällt, muss man nicht unbedingt kompostieren. Es gibt noch andere interessante Möglichkeiten, was du mit deinem Rasen machen kannst:

Kann man mit Rasenschnitt mulchen?

Ja, das geht. Das Mulchen mit Rasenschnitt eignet sich prima für Sträucher oder auch Gemüsebeete. Der Austrocknung wird vorgebeugt und unerwünschte Wildkräuter breiten sich nicht so gerne aus. Voraussetzung ist allerdings, dass der Rasenschnitt frei von Unkrautsamen ist.

Rasenschnitt mulchen
Das Mulchen mit Rasenschnitt ist eine tolle Alternative zur Kompostierung.

Dazu einfach den Rasenschnitt in einer dünnen Schicht (ca. 3-5 cm) auf der Erde verteilen, z.B. bei Zier- oder Gemüsebeeten, Hecken und Sträuchern. Ich würde vorher noch einen Langzeitdünger verwenden, um die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen während das Gras verrottet.

Kann man Rasenschnitt einfach liegen lassen?

Ja, auch das geht. So wie beim Mulchen von Beeten kannst du den Rasenschnitt auch einfach auf der gemähten Grünfläche liegen lassen. Zu empfehlen ist das aber nur, wenn der Rasenschnitt sehr kurz ist (etwa einmal pro Woche mähen).

Bei schlechtem Wetter ist der Rasenschnitt sehr feucht. In diesem Fall würde ich eher kleine Haufen bilden, antrocknen lassen und dann kompostieren.

Dem Rasen tust du auf jeden Fall etwas Gutes, wenn du ihn einfach liegen lässt. Denn auch hier versorgt der Grünschnitt den Boden mit wertvollen Nährstoffen bei der Verrottung.

Rasen-Bokashi selber machen

Der Bokashi Trend aus Asien setzt sich nicht nur bei Küchenabfällen, sondern auch beim Rasen fort.

Mit einem sogenannten Bokashi Eimer kannst du nämlich Rasen-Bokashi selber machen, eine super Alternative zur herkömmlichen Kompostierung. Dabei wird das organische Material fermentiert und zwar ohne Sauerstoff mit Hilfe von effektiven Mikroorganismen.

Den gemähten Rasen kannst du dazu erst mal trocknen lassen und dann in einen speziellen Bokashi Eimer oder in ein anderes luftdicht verschlossenes Gefäß füllen. Anschließend besprühst du den Rasenschnitt mit “effektiven Mikroorganismen”. Diese gibt es im Fachhandel oder online zu kaufen, meist zusammen mit dem Bokashi Eimer. Die Mikroorganismen unterstützen den Vergärungsprozess. Dann den Deckel drauf und abwarten.

Nach einigen Wochen ist das Rasen Bokashi fertig. Jetzt kannst du das Ferment als natürlichen Dünger für deine Beete einsetzen.

Beachte nur, dass die Masse am Anfang noch stark sauer ist und den Pflanzen durch den niedrigen pH-Wert schaden kann. Ich würde das Ferment erst etwas “nachreifen” lassen und dann mit Abstand zu den Pflanzen ausbringen, ohne direkten Kontakt.

Mein Tipp: Der Bokashi funktioniert nicht nur beim Rasen gut – Es ist auch eine gute Möglichkeit, wenn du organische Küchenabfälle entsorgen und auf dem Balkon kompostieren möchtest. Die Eimer sind nicht besonders groß und das fertige Ferment lässt sich auch für Zimmerpflanzen einsetzen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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Verena
Verena
Ich liebe Pflanzen und den Gedanken, auf meinem kleinen Stadtbalkon immer etwas Frisches zu haben.