Trommelkomposter Test – Darauf solltest du achten

Inhalt

Der Trommelkomposter, oder auch Drehkomposter genannt, ist neben offenen Kompostern oder großen Thermokompostern eine weitere Möglichkeit, aus Küchen- und Gartenabfällen wertvolle Komposterde herzustellen.

Der Vorteil: Durch das unkomplizierte Drehen der Trommel musst du den Kompost nicht umschichten. Die Kompostierung dauert bei richtiger Handhabung meist nur wenige Wochen.

Im Trommelkomposter Test habe ich die beliebtesten Modelle verglichen.

Der Trommelkomposter Test – kurz und knapp

  • Der Trommelkomposter ermöglicht ein schnelles Verrotten des Kompostierguts durch hohe Temperaturen
  • Die Trommel muss regelmäßig gedreht werden, dafür ist das Umsetzen nicht nötig
  • Der Kompostbehälter ist bei diesen Modellen nahezu vollständig geschlossen, es entstehen keine unangenehmen Gerüche beim Kompostieren, Schädlinge haben keinen Zugang
  • Befüllung und Entnahme erfolgen meist auf angenehmer Arbeitshöhe über eine vorgesehene Öffnung
  • Neben einfachen Modellen gibt es auch Trommelkomposter mit 2 Kammern für getrennte Abfallsammlung und Verrottung

Trommelkomposter im Vergleich – Die wichtigsten Kriterien auf einen Blick

Beim Kauf eines Trommelkomposters solltest du unter anderem auf folgende Kriterien achten:

  • Fassungsvermögen, da die meisten Modelle eher klein und nicht für alle Haushalte geeignet sind
  • Material und ggf. Isolierung der Trommel für eine schnelle Kompostierung
  • Trommelhöhe und Entnahmeklappen: Eine gute Arbeitshöhe ist wichtig für die einfache Befüllung und Entnahme, die Öffnungen sollten ausreichend groß sein
  • Belüftung des Kompost auch bei einer nahezu geschlossenen Trommel: Meist sind spezielle Mixblätter in der Trommel angebracht und es gibt kleine Belüftungslöcher

Trommelkomposter im Test – Das sind die 4 besten Trommelkomposter 2020

Nach langer Recherche habe ich meine 4 Favoriten gefunden, miteinander verglichen und bewertet. Alle Produkte sind für die Kompostierung gut geeignet.

Praktischer Allrounder für den Garten

Trommelkomposter 160 Liter Fassungsvermögen

Komposter aus recyceltem Kunststoff in schwarz mit 160 Liter Fassungsvermögen und zwei getrennten Kammern

Vorteile

  • 2 Kammern für getrenntes Sammeln und Verrotten
  • bedienfreundliche Arbeitshöhe
  • Schutz vor Schädlingen

Nachteile

  • komplizierter Aufbau
Meine Bewertung
Zuletzt aktualisiert am 27.09.2021 | Anzeige mit Affiliate Links (Was bedeutet das? Das bedeutet, als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Wenn du also über meine Links (Affiliate) das Produkt deiner Wahl bei Amazon kaufst, verdiene ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis dadurch natürlich nicht, aber mir hilft es meine Website zu betreiben und die besten Inhalte und Berichte zu erstellen.)
Bilder und Produktdaten von der Amazon Product Advertising API (Alle Angaben ohne Gewähr)

Der Trommelkomposter von Wiltec besteht aus einer großen, zweigeteilten Kunststoff-Trommel sowie einem robustem Gestell. Der Komposter hat zwei Kammern, die Trennwand befindet sich in der Mitte.

Die Trommel kann maximal 160 Liter fassen, das ist für diesen Komposter-Typ schon ganz ordentlich.

Befüllt wird der Komposter an der vorgesehenen Öffnung, die mittels eines Schiebe-Elementes geöffnet und geschlossen werden kann.

Punktabzug gibt es für den laut einiger Nutzer recht komplexen Aufbau des Modells. Der Trommelkomposter besteht wohl aus vielen Einzelteilen, die nicht ganz intuitiv zusammengesetzt werden.

Bester Trommelkomposter für kleine Gärten und Balkon

UPP Trommel-Komposter 105L

Kleiner Komposter aus recyceltem Kunststoff mit 105 Liter Fassungsvermögen und 2 Schiebetüren

Vorteile

  • 2 Schiebetüren für gute Erreichbarkeit
  • mit Stoppern für einfache Befüllung und Entnahme
  • interne Belüftung

Nachteile

  • ungeeignet für große Haushalte
Meine Bewertung
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Der Trommelkomposter von UPP mit 105 Liter Fassungsvermögen kann super auch in kleinen Gärten oder auf dem Balkon platziert werden. Das Modell ist durch die geringen Maße von 61 x 60 x 84 cm und dem Eigengewicht von nicht einmal 6 kg praktisch zu verstauen.

Schiebetüren befinden sich auf beiden Seiten der Trommel und bleiben somit immer gut erreichbar. Besonders praktisch: Die Stopper sorgen dafür, dass sich die Trommel während der Befüllung oder Entnahme nicht drehen kann. Auch der Aufbau ist laut einiger Nutzer unkompliziert.

Durch das überschaubare Fassungsvermögen stoßen große Haushalte mit vielen organischen Abfällen allerdings schnell an ihre Grenzen.

Bester Trommelkomposter mit 2 Kammern

UPP Trommel-Komposter 2 Kammern

Trommelkomposter mit 2 Kammern und jeweils einer Schiebetür. Das Modell hat ein Fassungsvermögen von insgesamt 140 Litern.

Vorteile

  • 2 Trommeln je 70 Liter
  • mit Stopper für besseren Halt der Trommeln
  • mit Mischbalken zur Belüftung

Nachteile

  • tropft laut einiger Nutzer stark – besser eine Unterlage verwenden
Meine Bewertung
104,99 €
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Der Trommelkomposter von UPP eignet sich perfekt auch für etwas größere Haushalte. Das Modell besteht aus zwei getrennten Kammern mit einem Fassungsvermögen von je 70 Liter.

Während eine Trommel mit Abfällen befüllt wird, kann der Kompost in der zweiten Trommel in Ruhe verrotten. An jeder Kammer befindet sich jeweils eine Schiebetür zur Befüllung und Entnahme. Auch diese Trommeln verfügen wieder über Stopper.

Einige Nutzer berichten über mäßige Ergebnisse, das können aber auch Anwendungsfehler sein. Die Optik ist natürlich Geschmackssache, aber grundsätzlich kann man mit diesem Trommelkomposter nicht viel falsch machen.

Bester Trommelkomposter für große Haushalte

UPP Trommel-Komposter 180L

Komposter aus Kunststoff und einer großen Trommel mit 180 Liter Fassungsvermögen, beidseitige Öffnungen

Vorteile

  • auch für größere Haushalte geeignet
  • Öffnungen an beiden Seiten zur Befüllung und Entnahme
  • interne Belüftung

Nachteile

  • bisher keine
Meine Bewertung
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In diesen Trommelkomposter von UPP geht ordentlich was hinein: Ganze 180 Liter kann die Trommel fassen.

Das Modell macht einen soliden Eindruck. Sehr praktisch sind die beidseitig bedienbaren Öffnungen. Zwei Stopper ermöglichen die unkomplizierte Befüllung.

Nutzer loben auch den unkomplizierten Aufbau und die einfache Handhabung. Wer auf das 2-Kammer-System verzichten kann, der ist mit diesem Trommelkomposter mit Sicherheit gut beraten.

Was ist ein Trommelkomposter?

Ein Trommelkomposter besteht aus einer Trommel, die an einem stabilen Gestell angebracht ist. Die Befüllung und Entnahme erfolgt meist über Klappen oder Schiebe-Elemente an der Trommel.

Aufgrund der speziellen Konstruktion gewährleisten auch Trommelkomposter in der Regel eine gute Belüftung des Kompostguts.

Du musst die Trommel regelmäßig drehen, damit der Kompostier-Prozess schnell erfolgt. Die isolierende Bauweise der Trommel ermöglicht das Kompostieren bei hohen Temperaturen.

So funktioniert der Trommelkomposter

So wie andere Komposter hat auch der Trommelkomposter im Grunde zwei Haupt-Funktionen:

  • Er bietet eine gute Möglichkeit, Garten- und Küchenabfälle zu entsorgen
  • Nach Verrottung der Abfälle entsteht wertvolle Komposterde, mit welcher du den Boden im Garten verbessern bzw. Grün-, Nutz- und Blühpflanzen düngen kannst

Garten- und Küchenabfälle werden sinnvoll verwertet und locken keine Schädlinge an. Sie werden zu hochwertiger Erde verarbeitet. Dabei helfen verschiedene gute Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze. Gegebenenfalls finden auch nützliche Insekten den Weg in die Trommel.

Kompostierbare Abfälle werden dazu einfach über die vorgesehenen Öffnungen in die Trommel gefüllt. Nun muss die Trommel alle 1-2 Tage gedreht werden. Eine separate Belüftung ist in der Regel nicht erforderlich. Die meisten Trommelkomposter sind entsprechend konstruiert. Nach wenigen Wochen ist die Komposterde fertig und kann entnommen werden.

Der Vorteil: Den Kompost im Trommelkomposter musst du nicht umschichten, anders als bei einem klassischen Komposthaufen im Garten. Dennoch verrotten die Abfälle super schnell. Das spart viel Arbeit, Kraft und Zeit.

Also ich bin so begeistert von dem praktischen Trommelkomposter, dass es einige Modelle in meine Top 10 der besten Komposter geschafft haben. Mehr dazu findest du hier.

Trommelkomposter und Thermokomposter – Was ist der Unterschied?

Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Trommelkomposter um eine besondere Form des Thermokomposters. Auch der Trommelkomposter besteht in der Regel aus Kunststoff, weil dieser gut isoliert und die Wärme im Inneren hält.

Thermokomposter im Garten
Ein Trommelkomposter funktioniert ähnlich wie ein Thermokomposter, denn Kunststoff isoliert die Wärme gut.

Die meisten großen Thermokomposter sind unten offen und stehen auf der Erde, damit nützliche Lebewesen einen Weg in den Kompost finden. Das ist beim Trommelkomposter nicht der Fall. Bodenkontakt ist nicht erforderlich. Wenn das für dich interessant, dann schau dir doch mal meinen Artikel „Komposter mit Boden“ an.

Die Kompostierung erfolgt über natürlich vorhandene Mikroorganismen. Sollte der Vorgang doch mal zu lange dauern, kann ein Kompostbeschleuniger helfen.

Da der Behälter geschlossen ist, können sich in kurzer Zeit hohe Temperaturen entwickeln. Das ermöglicht meist ein schnelles Verrotten. Nochmals beschleunigt wird dieser Effekt durch regelmäßiges Drehen der Trommel.

Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle. Im Sommer liegt die Rottezeit bei vier bis acht Wochen. Stellst du den Komposter an einem sonnigen Plätzchen auf, verläuft der Kompostiervorgang schneller.

Die Kompostierung mit dem Trommelkomposter

Der Trommelkomposter gewährleistet ein sauberes Kompostieren. Durch Belüftungslöcher und -schlitze in der Trommel gelangt Sauerstoff nach innen. Trotzdem ermöglicht die Trommel – dank ihrer speziellen Bauweise – eine gute Isolierung. Schnell können sich im Inneren hohe Temperaturen entwickeln.

Da die Trommel nahezu abgeschlossen ist, gelangen unangenehme Gerüche, die beim Verrotten entstehen, nicht nach außen. Zurück bleibt eine nährstoffreiche Erde. Nach einiger Zeit bevölkern oft nützliche Insekten die Trommel. Sie sorgen dafür, dass der Abfall schneller zerfällt.

Du musst beim Trommelkomposter keinen Komposthaufen umsetzen, damit der Kompost gleichmäßig verrottet. Das gelingt mit dem Drehen der Trommel. Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Betonmischer. Der fertige Kompost ist in der Regel leicht entnehmbar.

Meist musst du nur eine Schubkarre unter den Trommelkomposter stellen, die Trommel nach unten drehen und öffnen. Der Kompost fällt in die Schubkarre. Einige Modelle haben seitliche Entnahmeklappen und es passt ein handelsüblicher Eimer hinein.

Darum lohnt sich ein Trommelkomposter

Ein Trommelkomposter hat jede Menge Vorteile:

  • Schneller Kompostiervorgang
  • meist kein Verfaulen der Abfälle, da sie – bei richtiger Anwendung – gleichmäßig verrotten
  • Keine unangenehmen Gerüche
  • Kein Umsetzen des Komposthaufens erforderlich
  • Komposter kann jederzeit an einem anderen Standort platziert werden
  • Nicht anfällig für Schädlinge wie Mäuse oder Ratten

Die Kompostierung geht relativ schnell und ist durch die geschlossene Konstruktion sogar auf dem Balkon oder der Terrasse möglich.

Die Abfälle werden bei den meisten Modellen gut belüftet. In der Regel verfaulen auch keine Abfälle an den Seiten bei richtiger und regelmäßiger Durchmischung.

Unangenehme Gerüche gelangen oft nur beim Öffnen der Schiebe-Elemente bzw. der Klappen nach draußen. Durch richtige Kompostierung sollte aber der Duft ohnehin erträglich sein. Oft wird der Trommelkomposter sogar in der Nähe des Grillplatzes aufgestellt, sogar das ist geruchstechnisch meist kein Problem.

Da sich die Trommel dreht, wird der Inhalt gut durchmischt. Bei einem Komposthaufen ist immer wieder ein Umschichten erforderlich, damit eine gleichmäßige Kompostierung erfolgt. Das kostet Zeit und ist anstrengend.

Mit dem Trommelkomposter bist du außerdem total flexibel, was den Standort angeht. Anders als einen Thermokomposter oder Komposthaufen kannst du den Komposter problemlos an einen anderen Platz umsetzen. Noch einfacher klappt das, wenn du dich für ein Modell auf Rädern entscheidest.

Mäuse, Ratten und andere Schädlinge bleiben fern, da die Trommel fast geschlossen ist. Die Abfälle können keine Nager durch ihre Gerüche anlocken. Anders als bei einem Thermokomposter musst du keine Schutzgitter verwenden, um den Komposter mäusesicher zu machen.

Was sind die Nachteile des Trommelkomposters?

Ein Trommelkomposter hat viele Vorteile, es gibt aber auch einige Kritikpunkte:

  • Das häufige Drehen der Trommel kann mühsam und anstrengend sein
  • Der Preis hat es ganz schön in sich, einfache Holz Komposter sind viel günstiger
  • Meist hat die Trommel nur ein geringes Fassungsvermögen. Bei größeren Haushalten macht ggf. ein Zweit-Komposter Sinn
  • Die Trommel ist schwer zugänglich für nützliche Insekten

Das Drehen der Trommel ist einfacher als das Umschichten eines Komposthaufens, dennoch ist ein Kraftaufwand erforderlich.

Aufgrund ihrer besonderen und recht komplizierten Konstruktion sind Trommelkomposter vergleichsweise teuer. Das liegt auch daran, dass sich die Technik in Deutschland noch nicht durchgesetzt hat. In Großbritannien und in den USA werden diese Komposter bereits häufiger genutzt.

Das Volumen der Trommel ist meist relativ gering, es handelt sich eher um einen kleinen Komposter. Daher sind Trommelkomposter auch für kleinere Gärten und Haushalte oder sogar für den Balkon geeignet.

Die Trommel ist schwerer zugänglich für Würmer und Insekten. Dieses Manko kannst du ausgleichen, indem du spezielle Kompostwürmer zu den Abfällen gibst.

Aber Vorsicht, insbesondere im Sommer kann es in der Trommel sehr sehr heiß werden. Bei den zu hohen Temperaturen fühlen sich die Tiere nicht wohl und flüchten.

Wenn du gerne Wumhumus herstellen möchtest, ist ein spezieller Wurmkomposter geeigneter.

Aus welchem Material bestehen Trommelkomposter?

Meist besteht die Trommel aus robustem und witterungsbeständigem Kunststoff.

Das Material hat nämlich einen entscheidenden Vorteil. Die Wärme wird besonders gut isoliert und entweicht nicht so schnell. Der Kompostiervorgang geht also viel schneller. Deshalb sind auch die meisten Trommelkomposter schwarz. Die Farbe absorbiert das Licht besonders gut.

Kunststoff hat relativ wenig Eigengewicht. Das hat Vor- und Nachteile. Zum einen kannst den Komposter viel einfacher an einen anderen Platz umsetzen. Andererseits sorgt viel Gewicht für einen sicheren Stand, auch bei heftigem Wind, etc. Ist der Trommelkomposter erst einmal befüllt, sollte das aber kein Problem sein.

Holz wird nur selten als Material für die Trommel verwendet. Es muss hin und wieder mit Lasur behandelt werden, damit es nicht verwittert.

Bei einigen Trommelkompostern besteht die Trommel aus Metall. Zumeist handelt es sich um verzinktes Stahlblech. Es ist stabil und hält Nager fern. Der Nachteil: Viele Metalle rosten mit der Zeit. Eine Trommel aus Metall lässt sich außerdem schwerer drehen als eine Trommel aus Kunststoff. Auch die Wärmeisolierung ist bei Kunststoff in der Regel besser.

Was muss ich bei einem Trommelkomposter beachten?

Beim Kauf eines Trommelkomposters solltest du einiges beachten.

Material, Qualität und Verarbeitung

Obwohl ich kein Plastik-Fan bin – Kunststoff ist das Material der Wahl. Du solltest darauf achten, dass er robust und witterungsbeständig ist. Das Gestell kann aus stabilem Metall bestehen, sollte aber möglichst nicht rosten.

Die Trommel solle sich möglichst einfach drehen lassen und darf nicht hängen bleiben. Die ganze Konstruktion sollte einen stabilen Eindruck machen, es darf nichts wackeln. Ein paar Euro mehr für ein gutes Produkt zahlen sich aus. Meist hat man länger was von dem Komposter.

Gewicht des Trommelkomposters

Mit einem Gewicht von ca. 10-20 Kilogramm solltest du rechnen. Das hängt natürlich von der Größes des Komposters ab. Je schwerer das Gerät, desto stabiler der Stand. Für den Balkon eignet sich ein kleiner, leichter Trommelkomposter allerdings besser (5-10 kg).

Fassungsvermögen

Welches Fassungsvermögen du wählst, hängt davon ab, wie viele Abfälle in Küche und Garten anfallen. Wählst du das Fassungsvermögen zu klein, kann es schnell passieren, dass du nicht alle Abfälle aus Küche und Garten kompostieren kannst.

Für größere Haushalte gibt es spezielle Doppel Trommelkomposter. In eine Trommel füllst du die neuen Abfälle, in der zweiten Trommel entsteht bereits die wertvolle Komposterde. Der Zersetzungsprozess wird nicht durch das Befüllen gestört.

Ein Trommelkomposter mit zwei Trommeln hat den Vorteil, dass du den Kompost aus der einen Trommel schon verwenden kannst, während du in der anderen Trommel noch Abfälle sammelst. In meinem Trommelkomposter Test habe ich auch Modelle mit zwei Kammern verglichen.

Wandverkleidung und Isolierung

Die meisten Trommelkomposter bestehen aus einwandigem Kunststoff. Es gibt keine zusätzliche Isolierung. Für die schnelle Kompostierung ist das bei einem schwarzen Kunststoff-Komposter auch nicht unbedingt erforderlich. Die Wärme wird durch das Material gut gespeichert.

Andere Modelle sind doppelwandig. Solche Konstruktionen sorgen für noch höhere Temperaturen. Die Isolierung lässt außerdem noch weniger unangenehme Gerüche nach außen dringen.

Ausstattung und Zubehör

Es gibt Trommelkomposter mit zwei Trommeln oder einfache Modelle. Das Gestell gehört in der Regel dazu. Einige Komposter verfügen über zusätzliche Räder und werden oft als Rollkomposter bezeichnet. Du kannst den Komposter leichter an einen anderen Ort “fahren”.

In der Trommel selbst befinden sich Mixblätter, die für eine perfekte Kompost-Durchmischung sowie Belüftung sorgen.

Sehr praktisch ist auch, wenn du die Trommel zur Befüllung und Entnahme fixieren kannst. Sonst muss ggf. eine zweite Person währenddessen die Trommel festhalten. Viele Hersteller denken aber mit, bei den meisten Modellen ist das möglich.

Der Komposter sollte über mindestens eine Entnahmeklappe verfügen. Viele Produkte haben Schiebe- oder Klapp-Elemente an den Seiten. Bei anderen kann der Trommeldeckel komplett entfernt werden. Achte auf die Größe der Öffnungen. Wenn ein handelsüblicher Eimer rein passt, ist das sehr praktisch.

Höhe der Trommel

Bei der Höhe der Trommel kommt es einerseits darauf an, dass du die Trommel leicht befüllen kannst und die Öffnung einfach erreichst. Andererseits solltest du darauf achten, dass du eine Schubkarre unter die Trommel schieben kannst, um sie zu entleeren.

Aufbau des Trommelkomposters

Die Konstruktion ermöglicht meist einen Aufbau innerhalb kürzester Zeit. Du solltest darauf achten, dass eine ausführliche Anleitung mitgeliefert wird. Oft wird nur das Gestell zusammengebaut und die Trommel anschließende befestigt. Manchmal besteht aber auch die Trommel aus mehreren Einzelteilen und muss zunächst verschraubt werden.

Was sagt Stiftung Warentest zum Trommelkomposter?

Stiftung Warentest hat 2004 insgesamt 13 verschiedene Komposter, darunter 4 baugleiche Produkte, getestet. Ein klassischer Trommelkomposter war tatsächlich nicht dabei.

Dafür ein Komposter mit “Rührwerk”, der Juwel Rototherm. Auch dieses Modell hat eine innenliegende Rührwerk-Schnecke, die mit einer Handkurbel bedient wird und den Kompost mischen sowie belüften soll.

Das Gerät ist laut Stiftung Warentest äußerst unpraktisch und der Aufbau scheint relativ komplex zu sein. Die insgesamt 700 Liter Kompost lassen sich natürlich, insbesondere bei nassen Abfällen, nur sehr kraftaufwendig bewegen. Dafür hat es der Preis ganz schön in sich.

Ökotest hat bislang noch keine Trommelkomposter getestet.

FAQs – Wissenswertes zum Trommelkomposter

Wie befüllt man den Trommelkomposter?

Du kannst den Trommelkomposter einfach befüllen, indem du die seitliche Klappe öffnest, die Abfälle hinein gibst und wieder verschließt. Man kann Kompostbeschleuniger dazugeben, das ist aber kein Muss. Im Winter geht die Kompostierung so etwas schneller. Befüllung und Entnahme können abweichen je nach Modell und Konstruktion. Ich empfehle immer auf die Herstellerangaben zu achten.

Was kommt in den Trommelkomposter?

Abfall Trommelkomposter
In den Trommelkomposter dürfen alle kompostierbaren Abfälle.

Grundsätzlich kann alles in den Trommelkomposter, was auch auf den Komposthaufen oder in einen Thermokomposter darf. Schau dir dazu gerne mal meinen Artikel „Was darf auf den Kompost“ an.

Du kannst Gartenabfälle, Unkraut, abgemähten Rasen, aber auch Küchenabfälle wie Obst oder Gemüse hineingeben. Grundsätzlich nicht erlaubt sind Essensreste sowie Abfälle von Fleisch und Wurst. Ist der Kompost zu nass, lässt sich die Trommel schwerer bewegen und kann ggf. etwas tropfen.

Wie funktioniert die Belüftung beim Trommelkomposter?

Viele Hersteller geben “interne Belüftung” an. Meist sind kleine Löcher und Schlitze vorhanden, die genug Sauerstoff in den Innenraum lassen. Die gute Durchmischung der Abfälle ist dennoch unbedingt erforderlich. Dafür sorgen auch die internen “Mixblätter”.

Wie wird beim Trommelkomposter der Kompost umgeschichtet?

Eine Umschichtung ist nicht erforderlich. Die Abfälle werden durch das Drehen der Trommel gut gemischt und gleichmäßig kompostiert. Du solltest mindestens jedes Mal, wenn du Abfälle in den Komposter gibst, die Trommel drehen.

Was ist ein Zweikammer Trommelkomposter?

Ein Zweikammer Trommelkomposter verfügt über zwei separate Trommeln oder über eine geteilte Trommel. Du kannst die erste Trommel befüllen, während in der anderen Trommel der Kompostiervorgang nicht durch das Befüllen gestört wird. Sehr praktisch, insbesondere bei größeren Haushalten und viel Abfall.

Gibt es auch kleine Trommelkomposter für den Balkon?

Ja, es gibt auch kleinere Modelle, die sich für den Balkon eignen. Solche Trommelkomposter haben ein Fassungsvermögen von etwa 70 bis 120 Liter und nehmen nur wenig Platz weg. Viele Tipps und Infos dazu findest du im Artikel „Kompost auf dem Balkon.“

Wie schnell geht das Kompostieren mit dem Trommelkomposter?

Wie schnell das Kompostieren erfolgt, hängt insbesondere vom Modell und von der Isolierung ab. Im Sommer kann die Kompostierung in vier bis acht Wochen abgeschlossen sein, während der Prozess im Winter etwas länger dauert. Mit Kompostbeschleuniger klappt es ggf. auch im Winter schneller. Aber auch die richtige Handhabung (regelmäßiges Drehen) spielt eine Rolle.

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Verena
Verena
Ich liebe Pflanzen und den Gedanken, auf meinem kleinen Stadtbalkon immer etwas Frisches zu haben.