Thermokomposter Test – Beliebte Schnellkomposter im Vergleich

Inhalt

Mit einem Thermokomposter kannst du innerhalb kurzer Zeit aus Küchen- und Gartenabfällen wertvollen Humus für den Garten herstellen. Für den Thermokomposter Test habe ich Schnellkomposter verschiedener Hersteller näher untersucht und verglichen.

Im Fokus standen Fassungsvermögen, Belüftung, Befüllung und Entnahme. Aber auch die Nachhaltigkeit ist für mich ein wichtiger Punkt. 

Der Thermokomposter Test – kurz und knapp

  • Für kleinere Gärten eignen sich Modelle mit einem Fassungsvermögen von 200-300 Liter, es gibt aber auch richtig große Komposter mit knapp 900 Liter
  • Eine gute Belüftung ist wichtig, um eine optimale Kompostierung zu gewährleisten und Schimmelbildung zu verhindern.
  • Der Thermokomposter sollte nicht in der direkten Sonne stehen, damit der Kompost nicht austrocknet. Alternativ kannst du den Kompost regelmäßig „gießen“
  • Befüllung und Entnahme sollten einfach und bequem möglich sein, am besten über ausreichend große Klappen
  • Der Schnellkomposter sollte mit einem Boden bzw. Gitter und einem Deckel Schutz vor Ratten und Mäusen bieten. 

Thermokomposter 2020 im Vergleich – Meine fünf Favoriten

Auf der Suche nach einem Thermokomposter habe ich 5 Favoriten in verschiedenen Kategorien ausfindig gemacht. Ich bin bei der Bewertung von meinem eigenen Bedürfnissen ausgegangen und habe dafür verglichen was das Zeug hält.

Leider findet man keine Thermokomposter aus anderen Materialien als Kunststoff. Wahrscheinlich liegt das unter anderem daran das Kunststoff gute wärmeisolierende Eigenschaften hat. Und man möchte ja schließlich, dass die Temperatur gut ansteigt und auch gehalten wird im Komposter.

Jedenfalls haben mich die fünf folgenden Thermokomposter am meisten überzeugt.

Bester Thermokomposter mit Doppelwand

Der einfache und stabile Aufbau, sowie eine durchdachte Doppelwand Konstruktion machen den Thermokomposter von Neudorff zu einer super Kompostlösung.

Was mir besonders gut gefällt ist dabei tatsächlich die Doppelwand. Das habe ich so bei noch keinem anderen gesehen. Ich bin davon überzeugt, dass dadurch die Wärme viel besser im Komposter gehalten werden kann.

Auch Mäuse können sich nicht so leicht durch das Material nagen, wie ich bei anderen mit einfachen Wänden schon gesehen habe.

Den Aufpreis für das Mäusegitter finde ich etwas übertrieben. Zum Glück kann man das Modell auch ohne kaufen und dann den Komposter z.B. einfach auf einen Hasendraht stellen.

Dank des folgenden Videos von „Selbstversorger Rigotti“, kann man den Thermokomposter auch noch in Aktion sehen.

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Neudorff 775 DuoTherm mit 530 Liter

Doppelwandiger Thermokomposter aus UV-beständigem und recycltem Kunststoff mit 530 Liter.

Vorteile

  • gute Wärmeisolierung durch Doppelwand
  • stabiler Kunststoffaufbau
  • leicht zu montieren
  • verwendeter Kunststoff ist geschützt vor UV-Strahlung

Nachteile

  • Klammern sind ein Schwachpunkt und können im Laufe der Zeit brechen
Meine Bewertung
122,99 €
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Bester nachhaltiger Thermokomposter

Dieser Thermokomposter stammt aus Österreich und wird vollständig aus recycltem Kunststoff hergestellt.

In Sachen Umweltschonung also ein tolle Alternative. Mit seinen 450 Liter bietet er außerdem ordentliche Platz für eine mittlere Haushaltsgröße.

Thermokomposter von WfW mit 450 L

Ein geräumiger Thermokomposter mit 450 Liter.

Vorteile

  • 100% recyclter Kunststoff
  • UV-beständiger Kunststoff
  • Einfacher Aufbau

Nachteile

  • Nicht doppelwandig
Meine Bewertung
144,73 €
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Bester Thermokomposter für wenig Platz

Der Thermokomposter von der Firma Graf scheint ein optimales Modell für den kleineren Garten zu sein oder wenn du einfach nicht viel Kompost benötigst.

Mit seiner runden Form schafft er ein Fassungsvermögen von 280 Liter. Ich schätze mal, dass ein 2-3 Personenhaushalt mit normalem Verbrauch diese Menge in einem Jahr füllen kann.

Eine Besonderheit ist, dass über den Deckel die Lüftung geringfügig gesteuert werden kann.

Außerdem besteht der Komposter aus vollständig recycltem Kunststoff.

Graf Komposter mit 280 Liter

Wenn du nur einen kleinen Garten hast, könnte dieser Komposter mit seinen kleinen Abmessungen von 79 x 80 x 80 cm eine gute Lösung sein.

Vorteile

  • stabiler Aufbau
  • aus 100% recycltem Kunststoff
  • kleine Abmessungen
  • gute Rotte
  • Lüftung kann über den Deckel etwas "gesteuert" werden

Nachteile

  • Produktaufkleber hinterlässt Spuren nach dem entfernen
Meine Bewertung
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Bester XXL Thermokomposter für richtig viel Abfall

Der Juwel Thermokomposter sollte in meinem Vergleich nicht fehlen, weil Modelle in dieser Größe recht selten sind. Ganze 890 Liter kann der Komposter fassen, also perfekt für die Großfamilie und den XXL Garten.

Schön gelöst ist auch die Kompostentnahme über zwei große angebrachte Klappen am Boden. Wem das Modell zu groß ist, den Komposter gibt es auch noch in zwei anderen Varianten: 420 Liter und 690 Liter.

Die Qualität des Kunststoffs wird leider von einigen Nutzern bemängelt, außerdem muss das passende Mäusegitter separat dazu bestellt werden. Dafür gibt es bei mir Punktabzug.

Juwel Premium Komposter Aeroquick

Sehr großer Thermokomposter mit 890 Liter Fassungsvermögen und zwei großen Entnahmeklappen von Juwel.

Vorteile

  • auch für große Haushalte geeignet
  • zwei große Entnahmeklappen am Boden
  • windgesicherter Deckel
  • Aktiv-Belüftungssystem

Nachteile

  • passendes Bodengitter muss separat dazu bestellt werden
  • Einige Nutzer bemängeln die Qualität des Materials
Meine Bewertung
208,50 €
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Bester Thermokomposter für Sparfüchse

Mit dem Thermokomposter von Dehner kannst du nicht viel falsch machen, der Preis ist einfach unschlagbar. Dafür geht in den Komposter mit 300 Litern schon ordentlich was hinein.

Das Modell hat außerdem relativ kleine Maße, ein geringes Eigengewicht und ist deshalb auch eine super Lösung für den Kleingarten.

Dehner Gute Wahl Thermokomposter

Praktischer kleiner Thermokomposter von Dehner mit 2 Entnahmeklappen sowie gesichertem Deckel zum Schnäppchenpreis.

Vorteile

  • praktische Maße auch für den Kleingarten
  • zwei seitliche Entnahmeklappen
  • sturmsicherer Deckel
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile

  • Lieferung ohne Bodengitter
Meine Bewertung
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Was ist ein Thermokomposter?

Ein Thermokomposter dient zur Erzeugung von Humus aus Garten- und Küchenabfällen innerhalb kurzer Zeit. Er wird deshalb oft auch als Schnellkomposter bezeichnet und arbeitet überwiegend bei sehr hohen Temperaturen. Im Gegensatz zu einem Komposthaufen handelt es sich bei einem Schnellkomposter um ein fast geschlossenes System. 

Die Wände des Thermokomposters sind durchlöchert, damit Sauerstoff, Regenwürmer und nützliche Kleinstlebewesen an den Inhalt gelangen können. Denn sie sorgen für die Zersetzung des Materials. Bei der Zersetzung wird Wärme freigesetzt. Aufgrund des geschlossenen Systems und der Wärmedämmung staut sich diese Wärme im Inneren des Komposters.

Der Kompostierungsprozess wird durch die Wärme beschleunigt. Der fertige Kompost dient der Bodenverbesserung im Garten und ist ein nährstoffreicher Dünger. Du kannst den Kompost auch für verschiedene Zimmerpflanzen verwenden. 

Das sind die Vorteile des Thermokomposters in Vergleich zu Holz und Co.

Der Thermokomposter besteht aus Kunststoff (nicht meine liebste Eigenschaft…) und ist fast geschlossen. Gegenüber Holz und anderen Materialien bietet der Schnellkomposter verschiedene Vorteile:

  • Aufgrund des geschlossenen Systems dringen keine unangenehmen Gerüche nach außen.
  • Das geschlossene System sorgt für eine deutlich schnellere Kompostierung, die bei optimalen Bedingungen schon nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen ist. Auch in der kalten Jahreszeit erfolgt der Kompostierungsprozess im Vergleich zum offenen Kompost schnell.
  • Pflegeaufwand durch Umschichten fällt weg, da aufgrund der Heißrotte eine gleichmäßige Verrottung erfolgt und die Ränder des Inhalts nicht austrocknen.
  • Das Material des Schnellkomposters bietet eine bessere Isolierung als Holz oder Metall.
  • Ein erschwerter Zugang für Schädlinge wie Ratten und Mäuse ist aufgrund des geschlossenen Systems gewährleistet.

Hat der Thermokomposter Nachteile?

Ein Schnellkomposter hat auch Nachteile, die sich jedoch in Grenzen halten:

  • Der Anschaffungspreis ist höher als bei einem offenen Komposter.
  • Wird der Thermokomposter falsch befüllt, kann das Kompostiergut schnell faulen. Das Mischungsverhältnis des Kompostierguts ist daher wichtiger als bei einem offenen Komposthaufen.
  • Da kein Umschichten des Inhalts möglich ist und Rasen- oder Baumschnitt nur schlecht verrotten, müssen solche Abfälle vor dem Einfüllen in den Schnellkomposter zerkleinert werden.

Worauf sollte man beim Kauf eines Thermokomposters achten?

Damit beim Komposterkauf keine unschönen Überraschungen folgen, gibt es einige Punkte die man vorher bedenken sollte.

Material und Verarbeitung sowie Optik

Der Thermokomposter ist optisch nicht gerade ein Hingucker, doch bietet er eine bessere Optik als ein offener Komposthaufen, weil die Abfälle schön versteckt sind. Du findest verschiedene Schnellkomposter in einem ansprechenden Design. Mit einfachen Mitteln lässt sich der Komposter jedoch gut kaschieren, z.B. mit Bambus oder Holz.

Das Material der Thermokomposter ist Kunststoff. Schnellkomposter aus anderen Materialien gibt es nicht. Nur offene Komposter bestehen aus Metall oder Holz.

Der Grund ist im Prinzip ganz simpel. Kunststoff hat den Vorteil, dass er eine gute Wärmedämmung bietet und die Wärme gut gespeichert werden kann.

Größe und Inhalt 

Thermokomposter haben eine kompakte Form und werden mit unterschiedlichem Fassungsvermögen sowie verschiedenen Abmessungen angeboten. Beim Fassungsvermögen solltest du dich an der Größe deines Gartens und deines Haushalts orientieren. In einer Großfamilie fallen natürlich mehr organische Abfälle an, als wenn du allein lebst.

Als erste Orientierung kannst du von folgenden Größen ausgehen:

  • Für Kleingärten eignet sich ein Fassungsvermögen von 200-300 Litern,
  • für kleinere und mittlere Gärten ist ein Fassungsvermögen von 300-400 Litern zu empfehlen,
  • während du für einen großen Garten ein Fassungsvermögen ab 500 Litern wählen kannst. 

Form: Gibt es auch runde Thermokomposter?

Thermokomposter werden zumeist mit einem quadratischen oder rechteckigen Grundriss angeboten. Es gibt jedoch auch achteckige oder runde Schnellkomposter. Da das Kompostiergut nicht in den Ecken hängenbleibt, ist ein achteckiger oder runder Schnellkomposter vorteilhaft.

Es hängt jedoch von deinen persönlichen Vorlieben ab, für welche Form du dich entscheidest. 

Eine Alternative sind Trommelkomposter. Diese bestehen ebenfalls aus Kunststoff, nehmen wenig Platz weg und funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Die Trommel mit den Kompost-Abfällen muss allerdings regelmäßig gedreht werden. Mehr Infos und die besten Modelle findest du im Artikel „Trommelkomposter Test„.

Platzverhältnisse im Garten

Vor dem Kauf eines Thermokomposters solltest du auch auf den verfügbaren Platz im Garten achten.

Ist nur wenig Platz vorhanden, ist es sinnvoll wenn du vorher den Bereich, an dem du den Schnellkomposter aufstellen möchtest, ausmisst oder sogar mal provisorisch absteckst.

Anhand der Fläche bzw. Abmessungen kannst du dann viel besser die für dich optimale Schnellkomposter – Größe auswählen.

Standort des Thermokomposters

Für den Thermokomposter ist ein schattiger oder halbschattiger Standort am besten geeignet. Direkte Sonneneinstrahlung kann das Material des Komposters schädigen und zum Austrocknen der Abfallrotte führen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Thermokomposter direkten Bodenkontakt haben sollte, damit Mikroorganismen, Regenwürmer und andere Kleinlebewesen gut an den Inhalt gelangen.

Achtung, damit du den Zugang für Ratten, Mäuse und andere Schädlinge erschwerst ist ein Bodengitter sehr wichtig.

Flüssigkeiten, die bei der Verrottung entstehen, können im Erdreich versickern.

Windsicherung

Schnellkomposter verfügen über einen Deckel, der mit einem Scharnier befestigt ist. Damit der Komposter nicht vom Wind geöffnet werden kann und der Inhalt nicht auf deinem oder dem Nachbargrundstück verteilt wird, sollte eine Windsicherung vorhanden sein. Bei einer Windsicherung wird der Deckel arretiert.

Belüftung

Ein wichtiges Kaufkriterium für einen Thermokomposter ist die Belüftung. In den Wänden und teilweise auch im Deckel der Schnellkomposter befinden sich Belüftungsschlitze oder Belüftungslöcher

Eine Belüftung kann auch durch Wandlamellen erfolgen. Mit einem aktiven Belüftungssystem ist eine gute Luftzirkulation gewährleistet. Da der Boden nicht abgeschlossen ist, kann die Belüftung auch von unten erfolgen. 

Schutz vor Schädlingen

Ein Thermokomposter ist besser vor Schädlingen geschützt als ein offener Komposter. Dafür sorgt die nahezu geschlossene Bauweise. Wird der Deckel arretiert, können Schädlinge von oben nicht in den Komposter gelangen.

Er sollte dennoch direkten Bodenkontakt haben. Nur so können nützliche Insekten den Kompost bevölkern.

Schutz vor Mäusen und Ratten bietet ein spezieller Komposter mit Boden durch ein Bodengitter. Da es meistens nicht im Lieferumfang enthalten ist, müsstest du es zusätzlich kaufen.

Tipp: Wenn der Thermokomposter kein Gitter im Lieferumfang hat, kann man den Komposter auch einfach auf ein feinmaschiges Drahtgeflecht wie z.B. einen Hasendraht stellen.

Zubehör

Der Thermokomposter wird zumeist ohne Zubehör geliefert. Du kannst jedoch zu vielen Modellen passendes Zubehör erwerben.

Ein Durchwurfsieb kannst du kaufen, damit keine groben Bestandteile wie kleine Äste oder noch nicht vollständig verrottete Abfälle im Garten landen. Richtig professionell und zuverlässig ist das elektrische Kompostsieb, der Preis hat es allerdings in sich.

Sinnvoll und empfehlenswert ist wie bereits erwähnt ein Bodengitter. Es schützt vor Ratten und Mäusen und ermöglicht trotzdem den Zugang für Regenwürmer und Kleinlebewesen. Du kannst es teilweise passend zu verschiedenen Schnellkomposter-Modellen kaufen.

Um den Kompostiervorgang zu beschleunigen, beispielsweise im Winter oder bei Abfällen, die nur schwer verrotten, kannst du zusätzlich Kompostbeschleuniger einsetzen.

Preis und Kosten

Der Preis für den Schnellkomposter hängt von der Ausstattung und von der Größe ab. Er sollte aber nicht das einzige Kaufkriterium sein. Einfache Modelle werden bereits ab 30 Euro angeboten, während teure Modelle 200 Euro kosten können. 

Du solltest dich am Preis-Leistungs-Verhältnis orientieren. Gute Thermokomposter bekommst du schon für 30 bis 100 Euro, wie der Thermokomposter Test zeigt.

Thermokomposter
Der Thermokomposter Test zeigt, dass du gute Modelle bereits für unter 100 € bekommst.

Verwendest du keinen Kompostbeschleuniger, entstehen bei einem Schnellkomposter auch keine laufenden Kosten.

Thermokomposter im Test – Welche Modelle empfiehlt Stiftung Warentest?

Ein Thermokomposter Test der Stiftung Warentest stammt aus dem Jahr 2004. Damals wurden 13 Modelle getestet, alle Thermokomposter aus Kunststoff, darunter von Graf, Juwel und Neudorff. Testsieger wurde der Komposter von Neudorff, der damals auch das günstigste Modell war.

Im Thermokomposter Test schnitten die teuren Modelle von Juwel am schlechtesten ab.

Einen aktuellen Thermokomposter Vergleich von der Stiftung Warentest gibt es noch nicht.

Von Ökotest konnte ich keine Testergebnisse finden.

Welche Alternativen zum Thermokomposter gibt es?

Zum Thermokomposter gibt es verschiedene Alternativen. Alle Möglichkeiten auf einen Blick sowie meine persönliche Top 10 findest du übrigens im Komposter Test. Dennoch hier eine kurze Zusammenfassung:

Offener Komposter bzw. Komposthaufen

Ein offener Komposter oder ein Komposthaufen ist in verschiedenen Größen verfügbar. Er besteht oft aus Holz. Es gibt aber auch Komposter aus Metall oder Steinen. Der Kompostierungsprozess dauert länger und erfordert ein regelmäßiges Umsetzen des Kompost.

Trommelkomposter

Ein Trommelkomposter hat nur ein geringes Fassungsvermögen und funktioniert ebenfalls nach dem Prinzip der Heißrotte. Durch Drehen der Trommel wird eine gleichmäßige Kompostierung erzielt.

Der Trommelkomposter ist für mich eine optimale Möglichkeit, Kompost auf dem Balkon anzulegen.

Wurmkomposter

Der Wurmkomposter ist eine kompakte Kiste aus Holz oder Kunststoff mit mehreren Etagen oder Kammern. Die Kompostierung erfolgt mit Hilfe von Kompostwürmern, die du dazugeben musst. Wurmkomposter sind eher klein und oft auch für Innenräume, Terrasse oder Balkon geeignet.

FAQs – Wissenswertes zum Thermokomposter

Welche Abfälle eignen sich für den Thermokomposter?

In den Schnellkomposter kannst du Garten- sowie Küchenabfälle geben. Obst- und Gemüseabfälle, Eierschalen, Kaffeegrund mit Filtertüten, Teebeutel ohne Klammern und Brotreste in geringen Mengen sind erlaubt. 

Befüllter Thermokomposter
Im Thermokomposter können kompostierbare Abfälle entsorgt werden.

Auf keinen Fall dürfen Knochen, Fleisch, Fisch oder Essensreste in den Schnellkomposter, da sie schnell Ratten, Mäuse und anderes Ungeziefer anlocken. Mehr dazu in meinem umfangreichen Artikel „Was darf auf den Kompost„.

Eignet sich für den Thermokomposter Rasenschnitt?

Rasenschnitt kannst du auch in den Schnellkomposter geben. Er verrottet jedoch schlecht. Du solltest ihn daher mit anderen Abfällen mischen, die zügiger verrotten. Für eine schnellere Kompostierung von Rasenschnitt kannst du zum Beispiel auch Kompostbeschleuniger dazugeben.

Viele Kompost Experten loben den Thermokomposter aber als guten Rasenkomposter, weil die Verrottung auf dem Komposthaufen meist noch viel länger dauert.

Achtung Fäulnis – So befüllst du den Thermokomposter richtig

Um Fäulnis zu vermeiden, sollte man auf die richtige Schichtung des Kompostiergutes achten. Du solltest trockene und nasse Abfälle sowie feine und grobe Abfälle miteinander mischen. In den unteren Bereich des Schnellkomposters kann man Äste und Zweige legen, damit die Luft gut zirkuliert und Flüssigkeit ablaufen kann. Als oberste Lage solltest du Gesteinsmehl, Erde oder Stroh verwenden, um unangenehme Gerüche zu verhindern. Im Artikel „Komposter anlegen“ findest du viele Tipps und die häufigsten Fehler bei der Eigenkompostierung.

Wie lange dauert die Kompostierung mit dem Thermokomposter?

Wie lange die Kompostierung dauert, hängt von der Außentemperatur und davon ab, was du in den Schnellkomposter hineingibst. 

Im Sommer ist der Kompostierungsprozess schon nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen, während es im Winter drei bis vier Monate dauern kann. Um Schimmelbildung zu verhindern, solltest du im Winter Laub oder Stroh dazugeben.

Kann man Kompostbeschleuniger auch beim Thermokomposter einsetzen?

Kompostbeschleuniger kannst du auch beim Thermokomposter verwenden. Das ist vor allem im Winter und bei schwer verrottenden Abfällen wie Rasen- oder Baumschnitt sinnvoll. Einen Kompostbeschleuniger kannst du immer dann dazugeben, wenn du Abfälle in den Schnellkomposter füllst. Im Sommer das meist nicht nötig.

Kann man den Thermokomposter auch im Winter verwenden?

Einen Thermokomposter kannst du grundsätzlich auch im Winter verwenden. Der Kompostierungsprozess dauert aufgrund der niedrigen Temperaturen dann länger. Um die Fäulnisgefahr zu verringern und die Schimmelbildung zu vermeiden, solltest du trockenes Laub oder Stroh dazugeben.

Ist die Qualität der Erde mit dem Thermokomposter besser als bei anderen Kompostern?

Mit dem Schnellkomposter erzeugst du nährstoffreichen Humus. Die Qualität ist soweit mir bekannt nicht besser oder schlechter als bei einem anderen Komposter.

Für eine gute Qualität kommt es auf die richtige Befüllung und Schichtung an, genau wie bei anderen Kompostern. Reifen Kompost erkennst du daran, dass er schwarz und feinkrümelig ist und nach Walderde riecht.

Übrigens, wenn dir der Prozess zu lange dauert oder die selbst hergestellte Menge an Komposterde nicht ausreicht, kannst du auch fertigen Kompost kaufen, z.B. direkt bei der Stadt, auf vielen Bauernhöfen oder online.

Das ist immer eine gute Möglichkeit, um Zeit zu „überbrücken“.

Wie kann ich den Thermokomposter verstecken? 

Einen Schnellkomposter kannst du gut verstecken, indem du eine Ummantelung aus Bambus- oder Schilfmatten baust. Du kannst auch Sträucher oder Stauden um den Komposter pflanzen. Gut geeignet ist auch ein Spalier, das du mit Rankpflanzen wie Clematis, Efeu, Jelängerjelieber oder Kiwi beranken lässt.

Alternativ kannst auch eine Verkleidung aus einfachen Holzlatten bauen. Diese sollte nur nicht dort geschlossen sein, wo der Komposter befüllt bzw. der Kompost entnommen wird.

Kann man einen Thermokomposter selber bauen?

Einen Thermokomposter kannst du selber bauen, doch das erfordert etwas handwerkliches Geschick. Eine Anleitung findest du in meinem Artikel „Komposter selber bauen„. Du brauchst Draht und ein großes Kunststofffass, ggf. noch mehr Isoliermaterial. Der Komposter sollte nämlich gut gedämmt sein. Schwierig wird vor allem die Belüftung. Man kann natürlich Löcher in den Kunststoff bohren.

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Verena
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Ich liebe Pflanzen und den Gedanken, auf meinem kleinen Stadtbalkon immer etwas Frisches zu haben.